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„Viel hilft viel“ oder „Was ich hab, dass hab ich“ sind wohl mit die größten Irrtümer einer sinnvollen Trainingsgestaltung! Übertraining kann zu Leistungsabfall führen.

Gerade von Läufern, die primär für Halbmarathon oder noch längere Distanzen trainieren, sind diese Trainingsphilosophien trotzdem weit verbreitet. Dabei ignorieren diese Sportler, das der Körper auch Pausen für die Regeneration benötigt. Übertraining droht! Der im Training gesetzte Reiz muss verarbeitet und in eine Formsteigerung „umgewandelt“ werden. Dazu ist eine Regenerationsphase zwingend erforderlich (Stichwort „Superkompensation“). Lege ich diese Pausen nicht ein, kommt es zwangsläufig zu einem Übertraining und damit einhergehend sogar zu einem Leistungsabfall. Auch das erhöhte Verletzungsrisiko sollte man nicht unterschätzen. Das wäre dann wirklich dumm gelaufen… 😉

Häufig kommt in diesem Zusammenhang der Einwand: „Die Profis laufen doch auch so viele Kilometer oder sogar noch mehr!“

Das stimmt natürlich: Mit „nur“ 80 oder 100 km pro Woche wird man kein Weltmeister. Bei einem Profi fängt nach der Laufeinheit aber auch sofort die Regenerationsphase an. Er muss in der Regel nicht zusätzlich noch arbeiten, hat also keine für die Erhohlung schädliche zusätzliche Belastung. Die Regeneration kann außerdem schneller erfolgen, weil sie z.B. durch Physiotherapie optimal unterstützt wird. Von dem ganz anderen Trainingsstand eines Profis ganz zu schweigen. Da sind dann schon ein paar km mehr nötig, um in den Bereich des Übertrainings zu kommen. Wir reden hier also über ganz andere Voraussetzungen!

Zu lang dürfen die Pausen aber auch nicht sein, denn dann werden sich die gewünschten Trainingseffekte ebenfalls nicht einstellen.

Für die optimale Pause kommt es also nicht nur auf die gelaufenen Umfänge an, sondern auch auf die genaue Dosierung der Belastungs- und Entlastungsphasen, sowie auf die Belastungsintensitäten. Das ist also eine sehr individuelle Angelegenheit.

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